Am Sonntag, den 10. April  2022 veranstaltete die Feuerwehr Nidda, mit dem Museumsteam, im Rahmen des Handwerkerschautages den 80. Geburtstage unseres Leichten Löschgruppenfahrzeuges LLG in Verbindung eines auf Museumstag.
1941 in Sindelfingen bei Daimler-Benz gebaut verbrachte das Löschfahrzeug neben seinem Dienst im Feuerschutz der Stadt  Nidda auch im Ferneinsatz als Feuerlöschpolizei. Bei Luftangriffen in Frankfurt und Offenbach, Kassel, Gießen, Hanau, Friedberg und Mannheim kam das Fahrzeug zum Einsatz. In Mannheim geriet es auch unter beschussen, wovon es ein paar Löcher im Heck davontrug.
Im Zuge dessen hatte nicht nur unser Feuerwehrmuseum geöffnet, auf dem Marktplatz fanden sich auch etliche Oldtimerfreunde zusammen, die ihre alten Schätzchen der Öffentlichkeit präsentierten. Das Museumsteam und die befreundeten Aussteller hatten alles auf hochglanz poliert und konnten mit der einen und anderen Anektode über Fahrzeuge und Löschwesen die Zuschauer beindrucken.

Unter anderem ein Leichtes Löschgruppenfahrzeug LLG Baujahr 1942 der Feuerwehr Büdingen/Wolf, ein Magirus Deutz SKW aus Ortenberg Baijahr 1963, eine Drehleiter DL 16/4 Baujahr 1985 aus Ilbenstadt, das Magirus Deutz TLF 16/24 von unserem Kameraden Marc Andre Holland Baijahr 1963 (ehemals Feuerwehr Nidda), der Unimog TLF 8/8 Baujahr 1963 aus Ulfa, das Tanklöschfahrzeug TLF 16/24 Baujahr 1990 (noch im Dienst), ein BMW Dixi 1929 Da2 der Fa. Stadler in Nidda-Harb, sowie ein DKW Munga 1963 der Kameraden Marc Andre Holland und Bernd Haas.

Der Handwerkerschautag, Austellungen, Oldtimerausfahrten, usw. sind Aufgabe und Tätigkeit des Museumsteam um den Menschen das frühere Löschwesen nahezubringen und Wertschätzung für die heutigen Einsatzkräfte zu wecken. Das lebhafte Interesse der Besucher und der im prächtigen Feuerwehrrot erstrahlende Marktplatz mit vielen historischen Fahrzeugen der Wehren geben seinem Anliegen Recht.

Das Niddaer Feuerwehrmuseum dokumentiert die Entwicklung des Feuerwehrwesens aus über 100 jähriger Geschichte und ist das einzige seiner Art im Wetteraukreis. Es wurde seinerzeit von Klaus Dickel und die damalige Bürgermeisterin Lucia Puttrich im Jahr 2006 im ehemalige Spritzenhaus in der Gerbergasse 2 seiner neuen Bestimmung übergeben.

Das Fachwerkwohnhaus wurde 1901 von der Stadt Nidda erworben und ab 1906 zum Spritzenhaus umgebaut. Exakt 70 Jahre lang beherbergte das Gebäude Fahrzeuge und Ausrüstungen der Einsatzabteilungen. 1977 zog die Niddaer Wehr dann in den neuen Stützpunkt am Paddelteich um. 2006 nahmen Stadt und Wehr das historische Spritzenhaus erneut in Besitz – rund 780 Arbeitsstunden wandte man seinerzeit zur Renovierung auf. Bis heute berichten die Exponate und nicht zuletzt Museumsleiter Bernd Haas selbst spannend aus einer Zeit, in der die Einsätze der Feuerwehr mit körperlicher Schwerstarbeit und großer Gefahr für Leib und Leben verbunden waren. »Doch auch heute noch sind wir in Gedanken bei den Kameraden, die zu einem Einsatz ausrücken. Diese Wertschätzung weiterzugeben, dazu dient eine Schau wie die heutige«, stellt Bernd Haas fest.

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